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Außenrotatoren der Schulter

Außenrotatoren der Schulter

Der Begriff „Rotatorenmanschette“ beschreibt die kurzen, festen Ansatzsehnen von vier kurzen Muskeln und einem Führungsband um das Schultergelenk. Drei dieser Muskeln sind für die Außenrotation der Schulter zuständig und werden in dieser Folge von „Gestatten“ vorgestellt.

Das Schultergelenk wird auch als Articulatio humeri oder Glenohumeralgelenk bezeichnet. Es ist das beweglichste Gelenk des Körpers und gleichzeitig das Gelenk mit der schwächsten knöchernen Führung. Seine kleine Gelenkpfanne (Cavitas glenoidalis) am seitlichen Schulterblatt hat den mächtigen Oberarmkopf (Caput humeri) als Gelenkpartner. Eine knorpelfaserige Gelenklippe (Labrum glenoidale) gewährleistet die notwendige Pfannenerweiterung. Dieses Konstrukt lässt sich nur durch sehr gute Führung gesund erhalten. Diese Führung und Stabilisation wird durch feste Bänder, eine funktionelle Muskulatur und die Verflechtung ihrer Ansatzsehnen (siehe Abb. 2) gewährleistet.

M. SUPRASPINATUS

Der Obergrätenmuskel (M. supraspinatus) ist der bekannteste Rotator. Dieser armabspreizende Muskel (Abduktor) gehört zur Gruppe der drei Außenrotatoren. Er entspringt einer kleinen Grube (Fossa supraspinata) am oberen hinteren Schulterblatt und mit einigen Fasern der Fascia supraspinata, einer Bindegewebsplatte, die den Muskel bedeckt und ihn in seinem Verlauf schützend begleitet. Der Verlauf führt den Supraspinatus oberhalb der Schulterblattgräte entlang und später unter dem Schulterdach (Acromion) hindurch zu seinem Ansatzpunkt an einer erhabenen Facette des Oberarmkopfs (Tuberculum majus humeri). Einige Ansatzfasern strahlen in die Schultergelenkkapsel, einige ziehen bis über die knöcherne Führungsrinne der Bizepssehne (Sulcus bicipitalis) zum Ansatz des M. subscapularis. Fasern des Ligamentum coracohumerale überziehen wiederum stabilisierend den Ansatz des Obergrätenmuskels. Diese gezielte Verflechtung der Faserzüge dient der Sicherung der Schulter. Das Schulterdach wird durch ein vom Rabenschnabelfortsatz (Processus coracoideus) zum Schulterdach ziehendes festes Verbindungsband (Lig. coracoideus) fixiert. So bildet sich der „subacromiale Raum“ über der Ansatzsehne des Supraspinatus. Diese brückenähnliche Konstruktion nimmt in der Problematik von Schulterbeschwerden eine tragende Rolle ein, denn Verengungen dieses Raums (z. B. vermehrte Abduktionshaltungen) können zu Überlastungen der hier befindlichen Schleimbeutel (Bursen = grün in Abb.2) und später der Sehne des Obergrätenmuskels führen.

 


Den kompletten Artikel findest du in der Trainer Ausgabe 1/2020 oder im Store als kostenloses ePaper.

Foto: Fascial Coach.de

 

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