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Kostenloses Symptomtagebuch für Corona-Patienten

Es begann nach einem Skiurlaub in Tirol. Dominik Burziwoda bekam am dritten Tag nach seiner Rückkehr aus Österreich Halsschmerzen, die er erst einmal für harmlos hielt, aber angesichts des grassierenden Corona-Virus lieber zu Hause in Münster blieb. Österreich war zu dem Zeitpunkt (10. März) noch nicht zum Risikogebiet erklärt worden. Am nächsten Tag stellten sich Gliederschmerzen und Fieber ein. „Ich fühlte mich zwar etwas krank, konnte mir aber überhaupt nicht vorstellen, dass es sich um das Corona-Virus handelt“, erzählt Dominik Burziwoda, Gründer und Geschäftsführer des Lübecker E-Health-Start-ups MillionFriends. Als Tirol am Freitag, den 13. März, als Risikogebiet eingestuft wurde, führte die Universitätsklinik Münster am Samstagmorgen direkt den Test durch. Am Abend desselben Tages erhielt er den Anruf des Gesundheitsamtes: Sie sind positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Quarantäne! Noch am gleichen Tag informierte der 37-Jährige alle Kontaktpersonen der vergangenen Tage. Da war das Fieber schon gesunken, also gehörte er zu den mild verlaufenden Fällen. Was seinen Gründergeist für digitale Lösungen vielmehr interessierte, war, wie die engagierten Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und Ärzte entlastet werden können und man einen Beitrag leisten kann, um die Pandemie einzudämmen bzw. das Virus besser zu verstehen.

Bis er die Quarantäne beenden konnte, sollten zwei negative Tests erfolgen. Bis dahin hatte er ein Symptom- und Fiebertagebuch zu führen. Es brauchte keine Überzeugungsarbeit, um seine Mediziner-Kollegen für die Idee einer kostenlosen Tracking-App für Corona-Symptome und Fieberkurven zu begeistern. Sie stellten gleich Mitarbeiter frei, um die bestehende MillionFriends App dafür weiterzuentwickeln. Auch die Universitätsklinik in Lübeck, die MillionFriends mitentwickelt hat, stand mit ihrem Know-how für das Corona-Virus-Symptomtagebuch zur Seite. Dominik Burziwoda erzählt: „In dieser Notsituation ist es für die Behörden natürlich unmöglich, schnell noch neue Technologien zu entwickeln. Hier sehen wir uns als Team von Ärzten und Technologie-Experten in der Pflicht und haben schnell beschlossen, unseren Beitrag zu leisten. Zum einen geht es um Entlastung in der akuten Notsituation. Zum anderen ist es enorm wichtig, das Virus und den Krankheitsverlauf besser zu verstehen.“  

Die Informationsseite zum Corona-Virus-Symptomtagebuch ist ab sofort unter www.millionfriends.de/covid19 zu erreichen und der Symptomtracker von MillionFriends- für jeden kostenlos nutzbar. Die standardisierte Lösung dient der Erfassung von Symptomen, Temperatur und Eckdaten wie Alter, Geschlecht und Befinden der Patienten. Mit einem Klick kann die Liste an Behörden oder Mediziner per E-Mail gesendet werden. Darüber hinaus steht es jedem Infizierten frei, seine Daten der Forschung zur Verfügung zu stellen und so einen Beitrag für die Bekämpfung der Pandemie zu leisten.

 

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