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Marketing mit Youtube

Marketing mit Youtube

Reichweite langfristig vergrößern

Siggi Spaleck zeigt, wie du mithilfe eines Youtube-Kanals deine Auffindbarkeit im Netz erhöhst, deine Position im Google-Ranking verbesserst und gezielt potenzielle Kunden erreichen kannst.

Youtube, eine Tochter von Google, ist eine der größten Suchmaschinen der Welt. Richtig eingesetzt, kannt du als Trainer bzw. Coach damit mehr Reichweite erzielen und mehr potenzielle Kunden ansprechen. Jetzt fragst du dich vielleicht: „Wie soll ich denn gegenüber der großen Vielzahl an Mitbewerbern auf Youtube überhaupt eine Chance haben? Dazu brauche ich doch enorm viel Reichweite und Klicks!“ Die Antwort ist, dass es eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt, gute Treffer mit deinen Videos zu landen. Vor allem musst du dich mit der Plattform Youtube intensiv auseinandersetzen und ein paar wesentliche Hacks bei der Content- Umsetzung beachten.

SUCHERGEBNISSE DEUTEN

Was viele nicht wissen, ist, dass Google und Youtube unser Suchverhalten analysieren. Die Suchmaschine merkt sich, wonach genau wir gesucht haben, und zeigt es uns beim nächsten Mal ganz oben im Ranking an. Dein wirkliches Ranking im Internet sieht für Fremde (potenzielle Neukunden) in der Regel ganz anders aus, als für dich selbst. Wie kannst du nun dein reales Ranking unverfälscht herausfinden? Öffne dazu ein privates Fenster in deinem Browser, in dem deine Daten nicht getrackt werden und gebe deinen Namen oder einen Suchbegriff ein. So sieht dein Ranking aus Sicht jemand Fremdes aus. Merke: Sobald jemand virtuell in irgendeiner Form schonmal mit dir verknüpft war, wurde er von der Suchmaschine erfasst und mit dir in Verbindung gebracht.

WARUM YOUTUBE?

Ein guter Grund: Youtube ist eine der größten Suchmaschinen. Und wir können unsere Auffindbarkeit im Internet damit zum Teil deutlich erhöhen und auch im Google-Ranking steigen. Auch wenn der Wettbewerb groß ist, lohnt sich diese Maßnahme. Beispiel: Du wohnst in einer größeren Stadt, z. B. Köln. Dann könnte man doch meinen, dass das Youtube-Marketing keinen Sinn macht, weil es noch Hunderte andere Personal Trainer in dieser Stadt gibt. Ein Kunde, der in Köln-Süd lebt, wird aber wahrscheinlich auch in Köln-Süd nach einem Trainer suchen. Daher ist es wichtig, lokal und in konkreten Stadtteilen zu denken. Und nicht nur zu denken, sondern auch seine Kommunikation danach auszurichten. Das würde in diesem Fall bedeuten, dass du dein Marketing nach „Köln-Süd“ ausrichtest und nicht nach Köln allgemein. Sollte nun ein potenzieller Kunde nach einem Personal Trainer in Köln-Süd suchen, wird er eher auf deinen Kanal stoßen als auf den eines anderen Trainers.
ein weiterer grund, youtube als social- media-kanal zu nutzen, ist die langfristige verfügbarkeit deiner inhalte. während bei facebook und instagram dein beitrag nach nur wenigen stunden in der timeline (feed) verschwindet, ist dein youtube-video dauerhaft online und für potenzielle interessenten auffindbar. das heißt, dass sich deine bemühungen hier eher lohnen. denn einmal gut eingestellt, arbeitet dieser beitrag für dich über monate, manchmal sogar jahre hinweg. so kann auch dein ranking über die jahre immer besser werden.
Youtube ist außerdem ein generationenübergreifendes Medium. Ähnlich wie auf Google findet man auch hier nahezu alle Altersgruppen und damit auch Zielgruppen. Auf Instagram und TikTok sind eher die Jüngeren unterwegs. Das bedeutet, dass du deine Inhalte optimal an die jeweiligen Zielgruppen anpassen und auch ausspielen kannst. Da man bei Youtube auch Werbeanzeigen schalten kann, wird es dir mit dem Targeting sogar noch einfacher gemacht. Du könntest beispielsweise nur die „Best Ager“ in Kampagne A und die Zielgruppe „Jugendliche“ in Kampagne B bespielen.

RICHTIG AUFSTELLEN

Mittlerweile ist Youtube deutlich anwenderfreundlicher geworden – zahlreiche Features, die man sich früher selbst mühselig zusammenbasteln musste, sind heute schon automatisch enthalten. Das erleichtert den Workflow mit diesem Medium enorm. Was brauchst du also konkret?
1. Google-Konto einrichten: Das ist die Basis. Von dort aus kannst du alle weiteren Services von Google nutzen.
2. Youtube-Kanal einrichten: Hier solltest du nicht nur ein aussagekräftiges Bannerbild und ein Titelbild einstellen – auch deine Kontaktmöglichkeiten sollten sichtbar sein. Stelle deine Dienstleistung (Lösung für deine Zielgruppe) in den Vordergrund und vermeide Selbstdarstellung. Es geht nicht um dich oder deine Marke, sondern um deine Kunden und deren Problem. Und das sollte auf dem kompletten Kanal im Vordergrund stehen.
3. Content erstellen: Einen Kanal einrichten und ihn dann Tage lang leer dastehen lassen, ist nicht sehr clever. Es bietet sich zum Beispiel an, mit einer kostenlosen Mitmachaktion zu starten – etwa einer Serie, deren Beiträge aufeinander aufbauen und mit der alle Kanalbesucher einsteigen können. Hier kannst du dir überlegen,was deine potenzielle Zielgruppe interessieren würde oder was ihr weiterhelfen könnte.
4. Interaktion: Lasse die Notifications zu den Kommentaren eingeschaltet. Sollten Fragen oder Kommentare aufkommen, ist es für Youtube ein gutes Signal, wenn der Kanalinhaber diese schnellstmöglich beantwortet. Noch besser ist es, wenn du direkt in einen Dialog einsteigst, z. B., indem du auf deine Antwort hin noch eine weiterführende Frage stellst. Das zeigt Interesse und gibt Youtube wiederum positive Signale, dass Kunden hier eine professionelle Anlaufstelle haben.

UND WAS KOMMT DANN?

Dranbleiben! Viele geben sich und ihr Projekt zu schnell auf. Sie denken, dass es keinen Sinn macht, sich für nur wenige Zuschauer so viel Mühe zu geben. Doch das ist zumindest meiner Meinung und Erfahrung nach eine Fehleinschätzung. Wenn du beispielsweise nur 24 Views auf deine Videos hast, könnte doch jeder davon ein potenzieller Kunde sein! Du musst ihn nur noch für dich gewinnen. Es reicht nicht aus, sein Angebot einfach nur in Form eines Videos ins Netz zu stellen. Vielmehr ist es entscheidend, dem potenziellen Kunden ein attraktives Angebot zu machen, das dafür sorgt, dass er ins Handeln kommt, seine Kontaktdaten hinterlässt oder dein Angebot in Anspruch nehmen möchte. Du kannst auch proaktiv mit dem (Neu-)Kunden ins weitere Gespräch gehen. Stelle dir selbst die Frage: Würdest du direkt nach dem Ansehen eines Videos einen Abschluss bei einem Dienstleister machen? Wahrscheinlich nicht. Hier gilt es nun, von deiner Seite aus weiteren Vertrauensaufbau zu betreiben.


„Es reicht nicht aus, sein Angebot einfach nur in Form eines Videos ins Netz zu stellen. Gehe proaktiv und persönlich mit dem (Neu-) Kunden ins weitere Gespräch!“

Der Personal Trainer ist seit 2013 Inhaber eines eigenen PT-Studios. Außerdem führt er den Podcast „Personal Trainer werden“.
www.siggispaleck.de


Fotos:Sutipond Stock – stock.adobe.com; Siggi Spaleck


Diesen sowie weitere Artikel findest du in der TRAINER Ausgabe 02|2021

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