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Obstacle Course Racing

Obstacle Course Racing

Entfessele deinen inneren Athleten!

Das Obstacle Course Racing, das Extrem-Hindernislaufen, ist schon lange nicht mehr nur ein Trend, sondern hat sich inzwischen über alle Gesellschaftsschichten hinweg etabliert und ist auch endlich in Deutschland angekommen. Wirklich jeder kann einen Hindernislauf absolvieren und verschiebt damit seine selbst wahrgenommenen Grenzen ein Stück weiter hinaus.

Durch den Schlamm robben, Baumstämme tragen, Seile hochklettern und viele andere Herausforderungen meistern: Am Ende eines solchen Laufes stellt sich ein unglaublich überwältigendes Gefühl ein, denn man hat es geschafft! Und genau dieses Gefühl treibt die Menschen immer wieder zu den Hindernisläufen und damit vor allen Dingen auch zu noch anspruchsvolleren Hindernislaufformaten. Genau an dieser Stelle sind Trainer gefragt. Aufgrund der steigenden Beliebtheit von Hindernisläufen und der unterschiedlichsten Formate wie auch Leistungslevel wird die Nachfrage nach Trainern immer größer. Völlig unabhängig davon, ob es sich um einen absoluten Einsteiger oder gar einen Elite-Athleten handelt: Immer mehr Menschen suchen einen erfahrenen Trainer auf, um sich effektiv und bestmöglich auf ihren nächsten Hindernislauf vorzubereiten.

DIE ENTSTEHUNG DES HINDERNISLAUFS

An sich sind die Läufe nichts Neues, ganz im Gegenteil. Beim Militär wurden sie dazu genutzt, um die Soldaten nicht nur mental, sondern auch körperlich auf die Schlacht vorzubereiten. Bereits römische Legionäre sind damals zum „Trainieren“ über natürliche Hindernisse gesprungen. Der Hindernislauf, wie wir ihn heute kennen, ist eine Innovation unserer modernen Gesellschaft. Die Suche nach den Wurzeln des Hindernislaufs führt uns nach England zu einem Mann, der sich selbst Mr. Mouse nennt. Mr. Mouse bzw. Billy Wilson ist ein exzentrischer ehemaliger Soldat der britischen Armee, der in seinem Leben schon so einiges erlebt hat. Er rief ein Event mit dem Namen „Tough Guy“ ins Leben, um die Teilnehmer an ihre Grenzen zu bringen, ihnen Angst einzujagen und Schmerz zu verursachen. Im Prinzip wollte er also nichts anderes als kriegsähnliche Zustände zu reproduzieren und dieses Erlebnis für jeden erlebbar zu machen. Das Event fand und findet auch heute noch am Jahresende in Wolverhampton statt und erstreckt sich über eine Distanz von 15 Kilometer. Dieses Event hat auch andere Menschen inspiriert, neue Formate und Events ins Leben zu rufen, und heute gibt es eine große Auswahl an diversen Hindernisläufen mit den unterschiedlichsten Distanzen wie auch Hindernissen. „Tough Mudder“, „Spartan Race“ und „Strong Viking“ sind die Namen solcher Eventreihen, die in Deutschland sehr stark vertreten sind. Ständig kommen neue dazu.

WARUM TUN SICH MENSCHEN DAS AN?

Warum zahlen Menschen Geld dafür, durch den Schlamm zu robben, sich einer „Elektrotherapie“ zu unterziehen und schwere Baumstämme zu tragen? Da würden einige sagen: „Das kannst du ja auch direkt vor der Haustür, lang einfach mal da an den Weidenzaun.“ Berechtigtes Argument. Es geht hier allerdings um etwas ganz anderes, es geht um das Große und Ganze bei der Teilnahme an einem solchen Event. Wie im echten Leben geht es darum, Hindernisse zu meistern, die unangenehmen Dinge durchzuziehen, nicht aufzugeben und dann weiterzumachen, wenn man gefühlt einfach nicht mehr kann. Es geht um Ehrgeiz, Stolz, Erfolg, Mut, Selbstbewusstsein und eisernen Willen. Es geht aber auch um Teamgeist, gegenseitigen Support und Motivation. Oben drauf kommt dann noch die unglaubliche Kulisse – manchmal in den Bergen, manchmal im Schnee, manchmal in den schönsten Wäldern, die man sich vorstellen kann. Es ist immer ein Ort, der vor Energie strahlt. So viele motivierte Menschen, die über sich hinauswachsen möchten, die sich freiwillig möglicherweise den größten Herausforderungen ihres Lebens – in Form von Hindernissen – stellen werden.

MEHR ALS NUR EIN HOBBY

Blutige Anfänger, Couch-Potatos, Hobbysportler und Leistungssportler, inzwischen tummeln sich die unterschiedlichsten Klassen auf dem Hindernis-Parkour. Für die meisten geht es um die Herausforderung, um den Spaß allein oder im Team oder einfach mal darum, generell die Komfortzone hinter sich zu lassen und mit neuer Energie in den Alltag zu starten. Für andere geht es allerdings um viel mehr. Inzwischen haben sich Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Serien etabliert, bei denen der Wettbewerb im Vordergrund steht. Hier wird aus Spaß Ernst, hier möchte jeder der Nächste auf dem Podium sein. Damit ist aus dem Hindernislaufen eine richtige Sportart geworden. Es gibt Ranglisten, Preisgelder, Sponsoren und eben alles, was es für einen professionellen Sport braucht. Allen voran gibt es aber eine Vielzahl von sehr motivierten Athleten, die alles für diese Leidenschaft geben. Seinen Kunden die Möglichkeit zu bieten, ein hindernislaufspezifisches Training durchzuführen, um dann später erfolgreich einen Hindernislauf zu absolvieren, ist eine unglaublich effektive Methode, um seinen Kunden die Fortschritte wirklich sichtbar zu machen. Nicht nur optisch, sondern tatsächlich auch körperlich. Oft ist es nämlich genau ein Ziel wie dieses, zum Beispiel der Hindernislauf in zwölf Wochen, der einem viel mehr als nur Motivation gibt, nämlich Drive: für etwas brennen – etwas, das auch greifbar ist. Der wohl größte Benefit ist allerdings noch viel weitreichender. Es ist die Möglichkeit, die wir dem Kunden geben, wirklich über sich hinauszuwachsen – und das nicht nur sportlich; es wirkt sich sehr positiv auf alle erdenklichen Lebensbereiche aus.

DIE RICHTIGE VORBEREITUNG

Die richtige Vorbereitung ist das A und O – unabhängig davon, ob blutiger Anfänger oder Leistungssportler. Was sich allerdings unterscheidet, ist die Art der Vorbereitung, die sich individuell nach jedem Menschen und seinem entsprechenden Leistungslevel richtet. Sie richtet sich aber vor allen Dingen danach, was der Kunde genau will. Möchte er einfach nur „überleben“, möchte er jedes Hindernis bestmöglich meistern oder möchte er gar auf dem Podium stehen? Die Vorbereitungszeit kann daher sehr unterschiedlich ausfallen. Ein guter Richtwert sind 8–12 Wochen, vor allem, wenn man noch nicht viel Erfahrung hat, es noch an einer entsprechenden Kraftbasis fehlt oder wenn das Laufen noch zu einer Herausforderung zählt. Das Trainingsvolumen innerhalb der Woche variiert dementsprechend auch sehr stark; je nach Leistungslevel können schon bis zu vier Laufeinheiten pro Woche absolviert werden. Hinzu kommt dann noch kraft- oder hindernislaufspezifisches Training. Läufer absolvieren beispielsweise ein- bis zweimal pro Woche ein hindernislaufspezifisches Training, bei dem direkt an den entsprechenden Hindernissen geübt wird. Dieses Training wird dann zweimal die Woche durch ein Krafttraining ergänzt, das sich auf Kraftbasis und -aufbau konzentriert. Der Fokus liegt vor allem auf eventuellen Dysbalancen und Schwachstellen, bei Frauen ganz besonders auf Kraft im Oberkörper. Hinzu kommen Hausaufgaben, wie das regelmäßige und selbstständig organisierte Laufen. So kann auch schon ein Hobbysportler auf vier bis fünf Einheiten pro Woche kommen. Werden die Einheiten von dir als Trainer richtig strukturiert und aufeinander aufgebaut, erzielen deine Kunden bärenstarke Fortschritte.

TRAININGSGESTALTUNG UND TECHNIK

Grundsätzlich können wir einen Hindernislauf in vier Hauptelemente untergliedern. Das erste ergibt sich praktisch schon aus dem Namen selbst: das Laufen. Zweitwichtigstes Element ist das Klettern, wozu Hindernisse wie z. B. Monkey Bars, Seile hochklettern, Peg Boards und Low Rigs zählen. Das dritte Element ist das Tragen oder Ziehen von schweren Gegenständen, beispielsweise Atlassteinen. Schließlich gibt es noch das Element des Krabbelns, z. B. krabbelt der Sportler unter einem Elektrozaun hindurch. Diese Herausforderungen beanspruchen den gesamten Körper. Hat ein Kunde sehr viel Power, aber kann kaum laufen, so wird der Fokus vor allem auf die Lauffähigkeiten gerichtet. Läuft jemand problemlos und gut, so wird der Fokus vor allem auf der Kraftbasis liegen. Fehlt es an beiden Stellen, so wird der Großteil in der Regel dennoch auf den Lauffähigkeiten liegen, da diese einen zentralen Stellenwert einnehmen. Gefragt ist dennoch immer das Ganzheitliche, so sind auch Zug- und Drückkraft sowie die Griffkraft unabdingbare Voraussetzungen für jeden Hindernislauf.

Fotos: Generation Athletic

 

 

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