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Schulterimpingement

Schulterimpingement

Problemzone Schultern und Nacken

Andauerndes Starren auf ein Handy- oder PC-Display belastet die Hals- und Brustwirbelsäule. Die Folgen sind oft Verspannungen, Schmerzen und falsche Bewegungsausführungen. Was können wir tun, um unsere Klienten wieder zu gesunden Haltungs- und Bewegungsmustern im Schultergürtel zu verhelfen?

Es gibt sie in nahezu jedem Kurs: Teilnehmer, die mit Schulter- und Nackenschmerzen zu tun haben. Warum? Wir sitzen zu viel, haben unser Handy zu häufig vor der Nase und den Kopf zu weit nach vorn geneigt, den Blick auf den Bildschirm gerichtet. Aber sind wir deshalb unseren Gewohnheiten hilflos ausgeliefert? Ganz klar: nein! Wenn wir an den entsprechenden Haltungsschrauben im Alltag und Training drehen, können wir eine ganze Menge tun, um in der empfindlichen Schulterregion für mehr Wohlbefinden zu sorgen. Schmerzen in den Schultergelenken und/oder im Nacken, vielleicht sogar mit Kopfschmerzen einhergehend, werden häufig durch ähnliche Bewegungsmuster verursacht: Eine hyperkyphotische (buckelige) Brustwirbelsäule geht mit hochgezogenen bzw. nach vorn hängenden Schultern sowie einer Innenrotation der Schultergelenke einher.

ANATOMISCHE GRUNDLAGEN

Das Schultergelenk ist unser beweglichstes Gelenk im Körper. Allerdings hat dieses Kugelgelenk im Vergleich zum Hüftgelenk eine deutlich geringere „knöcherne“ Führung in Form einer weniger ausgeprägten Gelenkpfanne zu bieten. Das ermöglicht zwar eine große Beweglichkeit (ROM = Range of Motion), erfordert aber eine optimale funktionelle Nutzung in Form einer guten Gelenkzentrierung und eines myofaszialen Gleichgewichts aller beteiligten Strukturen. Denn nur dann ist gewährleistet, dass sich diese im optimalen Spannungsverhältnis zueinander befinden. Oftmals wird hier vordergründig die Rotatorenmanschette (bestehend aus Musculus infraspinatus, Musculus supraspinatus, Musculus subscapularis, Musculus teres minor und Ligamentum coracohumerale) betrachtet. Aber für den unter Schmerzen leidenden „Schulterpatienten“ reicht diese Fokussierung im Training oftmals nicht aus. Anatomisch betrachtet, besteht der Schultergürtel aus den beidseitigen Knochen Clavicula (Schlüsselbein) und Scapula (Schulterblatt). Dabei sind Scapula und Clavicula miteinander durch das Acromioclaviculargelenk verbunden. Über das Sternoklavikulargelenk ist die Clavicula mit dem Brustbein und dieses wiederum über Gelenke mit den Rippen und damit auch der Brustwirbelsäule verbunden. Nur wenn man sich diese Zusammenhänge vor Augen führt, wird klar, dass eine isolierte Betrachtung des Schultergelenks, das per definitionem nur die Verbindung zwischen dem Oberarmkopf (Caput humeri) und der Gelenkfläche des Schulterblattes (Cavitas glenoidalis) ist, nicht ausreicht, um zu verstehen, wie sich eine Fehlhaltung mit Schmerzen, die über Schultergürtel und Nacken sogar bis in den Kopf ausstrahlen können, äußern kann.

 


„Den ganzen Artikel findest Du hier

Foto: Christine Figura, Maik Kern, Pflaum Verlag, Henri Nehlsen

 

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